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DSGVO. Nicht ...

DSGVO. Nicht ganz dicht?

Der Titel läuft wieder mal unter “Clickbait” und hat nicht direkt was mit dem Artikel zu tun. Indirekt al­ler­dings schon.

Also die DSGVO ist die “Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung”. Was ganz neues, gilt ab 25. Mai a.D. 2018. Da sollen ir­gend­wel­che Daten, bei­spiels­wei­se von IHNEN, geschützt werden.

Spielt hier im Blog keine Rolle, weil keine Daten erfasst werden. Ferdsch.

Der Aufwand dafür hat sich in Grenzen gehalten. Errorlog aus­ge­schal­tet. Cloud­fla­re CDN still­ge­legt. Die sonstigen Übeltäter sind schon in den Monaten und Jahren davor auf der Strecke geblieben.

Wobei das mit dem ab­ge­schal­te­ten CDN in manchen Fällen spürbare Aus­wir­kun­gen haben könnte: es ist durchaus möglich, dass ein Leser, nach dem Aufruf des Blogs hier, mit den Augen blinzelt und dann, wenn die Augen wieder offen sind, ist die Seite immer noch nicht geladen :(

Will sagen, dass sich die La­de­zei­ten durchaus mal auf 0,5 Sekunden oder so ver­län­gern können. Sorry.

Zurück zum Titel: nein, ich mache das Blog nicht dicht und wegen DSGVO schon garnicht.

Der geringe Aufwand bei der Um­stel­lung kommt einfach daher, dass ich mir die letzten Jahre schon Gedanken zum Thema Da­ten­schutz, Cookies, Tracking, Wei­ter­ga­be von Daten etc. gemacht habe.

Das “neue” Gesetz gibt es ja schon seit 2016, das tritt nur endgültig in Kraft. Und zum Thema Da­ten­schutz gab es seit 1995 auch schon einige Regeln, die al­ler­dings kein Schwein in­ter­es­siert haben. Daran, am man­geln­den Interesse, hat sich nicht son­der­lich viel geändert. Wobei die Eine oder der Andere durchaus mit dem neuen Regelwerk über­for­dert sein werden.

Was mich stört ist manchmal die Ein­stel­lung, dass sich “Irgendwer” darum zu kümmern hat. Dass ein Plugin alles regelt. Dass, wenn alles in die Da­ten­schutz­er­klä­rung auf­ge­nom­men ist, alles OK ist.

Es gibt Seiten von Anwälten – die über die DSGVO aufklären möchten – bei denen Goo­gle­Fonts ein­ge­bet­tet sind und, um das Gesetz zu erfüllen, in der Da­ten­schutz­er­klä­rung darauf hin­ge­wie­sen wird, dass (per­sön­li­che) Daten damit an Google gesendet werden können/könnten.

Hm.

Zu dem Zeitpunkt, wenn die Da­ten­schutz­er­klä­rung gelesen wird, ist das Kind schon in den Brunnen gefallen – die Da­ten­schutz­er­klä­rung wird auch mit Goo­gle­Fonts dar­ge­stellt. Sieht we­nigs­tens gut aus.

Für so einen Fall, An­walt­sei­te, würde ich schon erwarten, dass, wenn schon Webfonts ein­ge­setzt werden, die Fonts nicht von einem fremden Server geladen werden. Al­ler­dings ist das mit Arbeit verbunden und, schon an­ge­spro­chen, die Da­ten­schutz­er­klä­rung regelt das ja?

Wegen dem durch die DSGVO erzeugten Aufwand – oder viel­leicht wegen Un­si­cher­hei­ten – haben wohl schon einige Blogger und Blog­ge­rin­nen auf­ge­ge­ben. Ein Blog schließen ist eine Mög­lich­keit.

Eine andere Mög­lich­keit wäre, dass bei­spiels­wei­se statt Akismet An­tiS­pam­Bee ein­ge­setzt wird. Und statt den vielen kleinen Ja­va­scrip­ten für ir­gend­wel­chen So­ci­al­Me­dia Kram könnte Shariff ein­ge­setzt werden.

Wer ganz unsicher macht die Kom­men­ta­re dicht, endgültig oder vor­über­ge­hend. Wenn / Twitter / Facebook / Instagram / etc. nicht zum Liken und Sharen zur Verfügung steht geht davon die Welt nicht unter.

Auf viele andere Plugins kann der eine oder andere Pri­vat­blog­ger viel­leicht vor­über­ge­hend, oder auch endgültig, ver­zich­ten?

Was, wohl nicht nur bei WordPress, echt Scheisse ist, ist, dass ein Theme(Design) ohne die vielen externen Ein­bin­dun­gen viel­leicht existiert, aber nicht auf die Schnelle gefunden werden kann. Viel­leicht ändert sich da in nächster Zeit mal was.

Ein Blog­sys­tem ist nicht dadurch ganz toll, dass Zig­tau­send Plugins exis­tie­ren, sondern viel­leicht auch dadurch, dass es DSGVO kom­pa­ti­ble Designs gibt?


Als Schluss­atz vom kleinen Rant: einen Vorteil muss man durch den Aufwand mit einem sta­ti­schen Blog ja auch haben?

Oder so.

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