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Zeit

Zeit

Auch keine Zeit? Dann sind Sie sicher sehr er­folg­reich! Oder so.

Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nach­den­ken keine Zeit mehr hat.

Georg Christoph Lich­ten­berg


[..] Da hilft auch nicht der oft gegebene Rat, „Mul­ti­tas­kin­g“ zu üben, weil das Gehirn zu jeder Zeit nur eine bewusste Tätigkeit ausführen kann. Wer trotzdem versucht, beim Te­le­fo­nie­ren eine E-Mail zu be­ant­wor­ten, springt in Wirk­lich­keit mit seiner Auf­merk­sam­keit un­ab­läs­sig hin und her. Dabei vergeht in der Summe mehr Zeit, als wenn man beide Tä­tig­kei­ten nach­ein­an­der aus­ge­führt hätte, und es häufen sich Fehler. [..]

[..] Denn das Gehirn kann In­for­ma­ti­on nicht beliebig schnell ver­ar­bei­ten. Darum ist Auf­merk­sam­keit ein knappes Gut. Erreicht uns ein Reiz, während wir mit etwas anderem be­schäf­tigt sind, können wir uns ihm zuwenden, dann aber bleibt der erste Vorgang im Kopf un­voll­endet. Oder aber wir blocken die Neuigkeit ab. In jedem Fall ver­zich­ten wir auf einen großen Teil der ei­gent­lich ver­füg­ba­ren In­for­ma­ti­on. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn es uns gelänge, sinnvoll aus­zu­wäh­len. Fa­ta­ler­wei­se aber funk­tio­nie­ren die nötigen Filter schlecht – zu schlecht für unsere moderne Umgebung. [..]

Per­ma­nen­ter Stress


P.S.: Er­staun­lich für mich ist immer wenn “Manche” sehr schnell erkennen können, dass Er­kennt­nis­se der modernen Wis­sen­schaft (und teilweise sehr altes Wissen) für ihren spe­zi­el­len Fall nicht gelten. Ein bisschen ir­ri­tie­rend kommt dann dazu, dass es genau die Menschen sind, die sich ansonsten gerne auf Au­to­ri­tä­ten berufen. Bei der Auswahl der passenden Modelle wird eben auch Mul­ti­tas­king betrieben.



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