fishingwälti blog 



Grosse Bilder

Weil ich sehr selten große Bilder verwende .. und ein Arbeitskollege meinte, dass eben große Bilder auch sehr viel Platz (also “KiloByte”) brauchen, hier mal ein Beispiel:


Das Bild ist von Albert Bierstadt und heisst “Landers Peak”. Das ist irgendwo in den Rocky Mountains also weder in BaWü noch in Bayern. Für das Bildchen werden ein bisschen mehr als 80KB benötigt. Ich hatte erwähnt, dass ich schon Passbildchen mit 5MB (5000KB) gesehen habe. Mit ein bisschen “gewusst wie” geht das halt auch kleiner.

Zusammen mit dem etwas größer geratenen Bild benötigt dieser Artikel immer noch <100KB. Auch wenn schon vor einigen Jahren in Spezialistenkreisen die Meinung “das geht nicht” weit verbreitet war. Wobei sich der Teil mit dem “das geht nicht” darauf bezieht, dass Internetseiten mit weniger als 100KB gemacht werden können. Inzwischen liegt die Mindestgröße, laut den Spezialisten, eher so im Bereich von 1MB (1000KB).

Ein Schönes Bild. Und auch bei Vergrößerungen bis zum Faktor 2 ist die Qualität noch einigermaßen. Auch wenn 4k-Fernseh-Liebhaber-die-sich-auf-8k-freuen möglicherweise etwas auszusetzen haben. Kann ich mit leben. Oder so.

Müssen Bilder “perfekt” sein?

Nö.

Für mich nicht. Es gibt einige Möglichkeiten, dass, abhängig vom Gerät, ein “besseres Bild” ausgewählt wird. Beispielsweise gibt es in HTML5 das picture Element. Oder eben JavaScript-Lösungen. LazyLoad und Co.

Das picture Element könnte ich beispielsweise dafür einsetzen, dass bei großen Bildschirmen ein sehr großes Bild geladen wird. Wenn wir davon ausgehen, dass ein großer Bildschirm auch an einer schnellen Internetleitung hängt, dann ist das eine gute Lösung. Bei mittleren Bildschirmen wird ein mittleres Bild geladen. Und bei kleinen Bildschirmen (Smartfon und so) wird eben ein Mini-Bild geladen.

Alle Probleme beseitigt, alle zufrieden?

Mitnichten.

Es ist nicht sicher, dass ein riesiger Bildschirm an einer superschnellen Leitung hängt. Auch wenn mancher Technik-Fuzzi einfach so davon ausgeht. Schwerwiegender ist allerdings, dass durch solche (technischen) Möglichkeiten auch meistens der Komplexitätsgrad steigt. Bei vielen – ursprünglich einfachen – Tätigkeiten wird dann bald ein Studium vorausgesetzt. Ebenso gilt, dass eben nicht alle Browser das picture Element kennen. In solchen Fällen wird dann eben eine Notlösung eingebaut und “auf normalem Wege”, also mit dem img-Tag, ein Bildchen eingebaut.

Schön.

Es soll allerdings schon Fälle gegeben haben, dass bei Verwendung des picture-Tags mehrere Bilder geladen wurden. Scheinbar war das bei älteren Firefox-Browsern der Fall und es ist schon möglich, dass irgendwo noch ältere Browser verwendet werden. Solche Fälle mögen unwahrscheinlich sein. Aber solche Fälle sind nicht unmöglich. Und für diese Fälle heisst das dann, dass die ganze Optimierung nicht nur für die Katz ist, nein, das Gegenteil von Optimierung ist das Ergebnis.

Ich frage mich deshalb ab und zu, was der ganze Scheiss soll.

Es gibt hier also ein Bild. Ein Bild mit einer Dateigrösse, die weit unter dem Durchschnitt für im Internet verwendete Bilder liegen dürfte. Das Bild ist für ein Smartfon zu groß. Und bei einem 27Zoll Monitor wäre auch Platz für sehr viel mehr.

So what?

Ich gehe davon aus, dass ich nicht alle Möglichkeiten berücksichtigen kann. Der Versuch, die “Illusion der Kontrolle”, führt in erster Linie dazu, dass viel Zeit aufgewendet werden muss. Notfalls wird halt ein Programm verwendet, welches für “alle Möglichkeiten” jeweils die “bestmögliche Lösung” anbietet. Wobei das eben in manchen Fällen doch nicht erreicht wird; die vollständige Kontrolle. Die Komplexität durch die vermeintliche optimale Lösung bleibt. Und das viel zu große Ergebnis auch. Wohl nicht ohne Grund gibt es Internetseiten, die 3KB Text, 1MB Javascript und 200KB CSS enthalten.

Oder so.


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