Einfach "ein Blog"

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Goht a Mo durch da Wald..

Juli 2014

Nun, dieses "goht a Mo durch da Wald.." (geht ein Mann durch den Wald..) ist ein mantraartig wiederholter Witz am Ende der Vorstellungen von Uli Keuler. Und das hat recht wenig mit dem Blog hier zu tun..

..oder vielleicht doch?

Erstmal: ich kann den Witz hier nicht in Worten wiedergeben und das Ergebnis wie Uli Keuler in seinen Auftritten erzielen. Allerdings kann mit Sprache (ohne Multimedia!) eine ganze Menge gemacht werden. Uli Keuler tritt, vorwiegend im schwäbischen Raum, alleine auf. Die Requisiten: ein Stuhl. Kein Video, keine Infografik.

Das Blog hier verwendet auch keine Multimedialen Elemente. Nicht mal ganz einfache Bilder sind vorhanden - das wird wohl auch in Zukunft so bleiben. Allerdings ist Uli Keuler, ganz sicher, sprachlich wesentlich gewandter als ich es bin. Sei's drum: es lassen sich auch Aussagen mit recht schlichten Mitteln machen. Und das betrifft sehr wohl das Blog hier, das Design ist recht schlicht ;)

Ebenfalls sprachlich viel gewandter ist Elizabeth Gilbert. Der Link führt zu Ted.com und zeigt ein Video in Englisch. Auch hier wird keine Infografik verwendet, keine Filmchen werden gezeigt und PowerPoint Präsentationen gibt es auch nicht. Das Werkzeug von Elizabeth Gilbert?

Sprache.

Sonst nix.

Es muss nicht immer sehr viel Technik verwendet werden, um eine Aussage zu machen?



Die Qual der Wahl

Juli 2014

Wenn ich im Moment lebe, über den "Augenblick" nachdenke, gehen mir einige Dinge durch den Kopf..

..das hat auch etwas mit dem "Weniger ist Mehr" zu tun.

Etwas hin und hergerissen bin ich (immer noch) bei dem Gedanken, wie viele meiner Wünsche aus mir selbst kommen.. ..und wie viele der Wünsche ich bei den Anderen abgeschaut habe. Es fühlt sich, jedenfalls im Moment, so an, dass der größte Teil NICHT aus mir selbst kommt. Sondern etwas mit dem Nachmachen, dem Herdentrieb zu tun hat. Vermutlich bin ich da nicht allein? Es hat aber ettliche Jahre gedauert, bis ich das für mich erkannt habe.

Zurück zum "Weniger ist mehr":

Ich blogge hier mit Chronicle, ein statisches Blogsystem. Hatte ich schon mal erwähnt. Die Fähigkeiten des Programmes sind sehr eingeschränkt und ich nutze die Fähigkeiten nur zu einem Bruchteil aus. Interessanter Gedanke? Das Programm könnte wesentlich mehr.. ..was die Qualität des Blogs aber nicht unbedingt verbessern muss.

Wordpress kann viel mehr. Und wem dieses "Mehr" noch nicht ausreicht, der kann aus 38.000 Plugins das Passende aussuchen. Plugins, das sind kleine Zusatzprogramme um mehr Funktionen zu bekommen. Wenn ich nun pro Tag 3,8 Plugins teste.. ..dann dauert das Durchtesten 10.000 Tage. 10.000 Tage / 365,25 = 27,37 Jahre. Oder, in Worten: 27 Jahre 4 Monate 13 Tage und ein paar Stunden.

In der Zeit kann man theoretisch eine ganze Menge Artikel schreiben. Auch mit einem "sehr primitiven" Blogsystem ;)

» Erwarte nichts im Leben. Wenn du es tust, dann ist alles, was du noch bekommst, ein Bonus. «
Frank Zappa



Aufmerksamkeit. Oder: wir haben nur den Augenblick

Juli 2014

Wir können planen, haben "Zeit" (und mindestens eine Uhr) und sind alles andere als primitiv.

Weil: primitive Kulturen haben teilweise nicht einmal eine Wort für "Zeit". Folglich haben die auch keine Zeit und leben, zeitlos, einfach so in den Tag hinein.

Wir haben uns das abgewöhnt. Das mit dem in den Tag hinein leben. Oder: das "im Moment" leben.

Was vielleicht nicht die beste Idee aller Zeiten gewesen ist.

Aufmerksamkeitsübungen / Meditation sind seit mehreren Tausend Jahren bekannt. Der moderne Mensch kann inzwischen, durch Technik, auch von der Wirksamkeit überzeugt werden. Es gibt ja Aufnahmen vom Gehirn und dessen Veränderungen. Wobei ich der Meinung bin, dass dies auch schon so war.. ..bevor das von den Wissenschaftlern gemessen werden konnte. Etwas "messen können" ist letztendlich nie die Ursache für etwas. Und der Spruch "was nicht gemessen werden kann, kann auch nicht beeinflusst werden" wird durch die Zeit vor den Messungen auch ein bisschen ad absurdum geführt?

Buddhisten und Andere haben das mit der Wirksamkeit der Meditation "gewusst". Bevor der wissenschaftliche Nachweis gelungen ist.

Aufmerksamkeit. Hm. Das betrifft doch fast grundsätzlich das, was im Moment ist. Nicht das, was gewesen. Und auch nicht das, was (vielleicht) wird.

» Die wichtigste Stunde im Leben ist immer der Augenblick; der bedeutsamste Mensch im Leben ist immer der, welcher uns gerade gegenübersteht; das notwendigste in unserem Leben ist stets die Liebe. «
Leo Tolstoi

P.S.: einen sehr schönen Beitrag über Augenblicke, die Zeit und was man damit sinnvolles anstellen kann habe ich hier gefunden.




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